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Brückenfunktion zwischen Leistung und Nachhaltigkeit: Die Doppelrolle von PE/EVOH/PE in der modernen Lebensmittelverpackung

Time : 2025-12-08

In der sich wandelnden Landschaft der nachhaltigen Verpackung steht die Industrie vor einer komplexen Herausforderung: Wie lässt sich der unbedingte Schutz von Lebensmitteln mit der dringenden Notwendigkeit einer ökologischen Verantwortung in Einklang bringen? Während das Ideal einer vollständig zirkulären, einmaterialigen Verpackung überzeugend wirkt, erfordert die Realität vieler empfindlicher Lebensmittel – von frisch geschnittenem Gemüse bis hin zu vakuumverpackten Feinkostwaren – eine hervorragende Barrierefunktion, die oft mehrschichtige Strukturen notwendig macht. Unter diesen hebt sich das PE/EVOH/PE-Laminat als entscheidende und anspruchsvolle Lösung hervor und stellt ein pragmatisches Gleichgewicht zwischen hoher Funktionalität und einem Weg hin zu verbesserter Recycelbarkeit durch fortschrittliches Design und Technologie dar.

Im Kern ist die PE/EVOH/PE-Struktur ein technisches Meisterwerk, das speziell darauf ausgelegt ist, die doppelten Anforderungen der Lebensmittelverpackung zu erfüllen. Polyethylen (PE) bildet die äußeren und inneren Schichten – eine bewusste Wahl, die die natürlichen Vorteile von PE nutzt: hervorragende Feuchtigkeitsbarriereeigenschaften zum Schutz vor durch Feuchtigkeit verursachter Verderblichkeit, Langlebigkeit, um Transport und Handhabung standzuhalten, Flexibilität für eine einfache Formgebung in Beutel oder Schalen sowie zuverlässige Heißsiegelbarkeit, die luftdichte Verschlüsse gewährleistet – entscheidend für die Erhaltung der Produktfrische. Der Star der Struktur ist jedoch die mittlere Schicht: Ethylen-Vinylalkohol-Copolymer (EVOH). Dieses spezielle Material bietet eine außergewöhnliche Barriere gegen Sauerstoff, Aromen und Geschmacksstoffe – weitaus besser als die meisten reinen PE-Strukturen. Für sauerstoffempfindliche Lebensmittel wie frisches Fleisch (das ohne Schutz schnell oxidiert), gereifte Käsesorten (anfällig für Geschmacksverlust), Fertiggerichte (die eine verlängerte Haltbarkeit für den Einzelhandel benötigen), gemahlenen Kaffee (der durch Sauerstoffeinwirkung schnell an Aroma verliert) und saure Saucen (die Gefahr von Geschmacksabbau laufen), ist diese EVOH-Barriere bahnbrechend. Sie erhält nicht nur den Geschmack, die Textur und den Nährwert der Lebensmittel, sondern verlängert die Haltbarkeit in vielen Fällen um das 2- bis 3-fache, wodurch Lebensmittelabfälle direkt reduziert werden – ein drängendes Umweltproblem, das mehr Treibhausgasemissionen verursacht als die Herstellung der Verpackungen selbst.

Historisch gesehen bereitete die Verwendung von EVOH in Laminaten mit Materialien wie PET (Polyethylenterephthalat) oder PA (Polyamid) erhebliche Herausforderungen beim Recycling. Diese unterschiedlichen Polymere weisen verschiedene Schmelzpunkte und chemische Eigenschaften auf, wodurch sie nur schwer gemeinsam getrennt und verarbeitet werden können. Dies führte oft zu recycelten Materialien minderer Qualität oder zur direkten Deponierung. Die spezifische Kombination aus PE/EVOH/PE steht jedoch nun im Mittelpunkt eines bedeutenden Durchbruchs im Recycling, dank gezielter Materialkombination und technologischer Innovation. Der Schlüssel liegt in der Materialverträglichkeit und innovativen Recyclingverfahren: Da EVOH in einer ultradünnen Schicht (typischerweise nur 5–10 % der Gesamtfilmdicke) zwischen dominierenden PE-Schichten eingeschlossen ist und bestimmte fortschrittliche Recyclingtechnologien mittlerweile mit dieser spezifischen Kombination umgehen können, gilt diese Struktur in gezielten Abfallströmen zunehmend als „Design für das Recycling“.

Die Veränderung der Wahrnehmung wird durch mehrere entscheidende Entwicklungen vorangetrieben. Erstens etablieren sich fortschrittliche oder „chemische“ Recyclingverfahren wie Pyrolyse und Vergasung als Game-Changer für die Verarbeitung gemischter oder mehrschichtiger Kunststoffe. Im Gegensatz zum mechanischen Recycling, bei dem Kunststoffe zerkleinert und geschmolzen werden (was bei gemischten Materialien problematisch ist), nutzt die Pyrolyse hohe Temperaturen in einer sauerstofffreien Umgebung, um komplexe Materialien wie PE/EVOH/PE in ihre grundlegenden molekularen Bausteine – Monomere, Öle oder Gase – zu zerlegen. Diese können anschließend so gereinigt werden, dass sie Qualitätsstandards von Neuware erfüllen, wodurch ein geschlossener Kreislauf entsteht, bei dem alte Verpackungen als Ausgangsmaterial für neue Folien dienen. Zweitens optimiert die Verpackungsindustrie selbst das Design: Hersteller reduzieren die EVOH-Schicht auf die minimale Dicke, die für die Barrierefunktion erforderlich ist (oft nur 3 Mikrometer), und maximieren gleichzeitig den PE-Anteil, wodurch die gesamte Struktur besser mit bestehenden, auf Polyolefine ausgerichteten Recyclingverfahren kompatibel wird.

Die Vorteile dieses Ansatzes sind beträchtlich. Er ermöglicht es Marken, die Produktqualität und Haltbarkeit für anspruchsvolle Anwendungen sicherzustellen – ohne auf Nachhaltigkeitsziele zu verzichten oder auf noch nicht erprobte Alternativen umzusteigen. Er nutzt bestehende, skalierbare Polymertechnologien, wodurch der Bedarf an kostspieliger neuer Produktionsinfrastruktur verringert wird, und unterstützt gleichzeitig den Aufbau fortschrittlicher Recyclinginfrastrukturen, die für eine Kreislaufwirtschaft entscheidend sind. Darüber hinaus steht er im Einklang mit sich entwickelnden regulatorischen Rahmenbedingungen in Regionen wie Europa (beispielsweise der Verpackungs- und Verpackungsabfallrichtlinie der EU) und Nordamerika, die zunehmend Designs bevorzugen, die ein zukünftiges Recycling erleichtern, auch wenn die Infrastruktur hierfür noch im Aufbau ist.

Unser Unternehmen engagiert sich stark dafür, diese Balance zu optimieren, und betrachtet dies als einen entscheidenden Bestandteil unserer Nachhaltigkeitsmission. Wir entwickeln PE/EVOH/PE-Folien mit besonderem Fokus auf Ressourceneffizienz und Recyclingfähigkeit am Ende der Lebensdauer: Dies beinhaltet die Auswahl von PE-Sorten, die sowohl mit mechanischem als auch chemischem Recycling kompatibel sind, die präzise Auslegung der Schichtverhältnisse, um den Materialverbrauch zu minimieren (z. B. durch Verdünnung der EVOH-Schichten, ohne die Barrierefunktion zu beeinträchtigen) und gleichzeitig die Leistungsfähigkeit zu maximieren, sowie die aktive Teilnahme an Branchenkoalitionen – wie der Circular Plastics Alliance –, um Recyclingtechnologien voranzutreiben, die diese wertvollen Materialien im großen Maßstab verarbeiten können. Wir sehen PE/EVOH/PE nicht als Endpunkt, sondern als verantwortungsvolle und leistungsstarke Zwischenstufe beim Übergang zu einer vollständig kreislauforientierten Wirtschaft.

Letztendlich ist der Weg hin zu nachhaltiger Verpackung kein einheitlicher Ansatz, der für alle passt. Bei vielen kritischen Herausforderungen der Lebensmittelkonservierung – wo bereits geringe Sauerstoff- oder Feuchtigkeitsaufnahme Produkte unbrauchbar machen kann – stellt die PE/EVOH/PE-Struktur eine intelligente und verantwortungsvolle Wahl dar. Sie bietet den notwendigen Schutz, um Lebensmittelverschwendung zu vermeiden, und leistet gleichzeitig einen aktiven Beitrag zur Entwicklung einer Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe, bei der Materialien geschätzt, zurückgewonnen und regeneriert werden. Indem wir innerhalb dieses Rahmens innovativ tätig sind, schützen wir weiterhin sowohl die Qualität unserer Lebensmittel als auch die Zukunft unseres Planeten.

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